Absage aller Angelveranstaltungen

Liebe Anglerinnen und Angler des LSFV,

der Verlauf der COVID-19-Pandemie in diesem Jahr ist nicht zu 100% vorhersehbar. Die Entwicklung der letzten Tagen hat gezeigt, dass sich die Reproduktionsrate täglich verändern kann und wir noch lange nicht über den Berg sind. Auch wenn die Politik bestrebt ist, langsam in den Normalzustand zurückzukehren, sind erneute Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens nicht auszuschließen. Veranstaltungen, auch solche mit einer geringen Zahl von Personen, bergen immer noch ein hohes Risiko in sich. Es sind weiterhin stets Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Dieser Umstand erschwert erheblich die Durchführung von Veranstaltungen. Bei unseren Angelveranstaltungen kommen Angler/innen aus ganz Schleswig-Holstein zusammen. Hierunter befinden sich auch einige Personen der sogenannten Risikogruppe. Der LSFV kann hier nicht die Verantwortung übernehmen und möchte zur Unterbrechung möglicher Übertragungsketten nachhaltig beitragen.

Wir sagen daher für das Jahr 2020 alle Angelveranstaltungen des LSFV, für Erwachsene ebenso wie für Jugendliche, ab und konzentrieren uns auf die kommende Saison 2021. Die Terminplanung wird rechtzeitig im November bekannt gegeben.

Wir hoffen auf euer Verständnis für diese Entscheidung und verbleiben mit einem kameradschaftlichem Petri Heil.

Vizepräsident Andreas Sager, Referent Binnenfischen Jürgen Vorbau, Referent Meeresfischen Günter Kreusch, Jugendleiter Hartwig Voß

Zusätzlicher Aalbesatz für die Elbe

Im Sommer des vergangenen Jahres wurden bei Bauwerksinspektionen schwere Schäden am Wehr Geesthacht festgestellt. In der Folge wurde die Fischaufstiegsanlage am Südufer verfüllt und die Lockstrommulden des Fischpasses auf der Nordseite wurden geschlossen. Beide Maßnahmen werden über einen längeren Zeitraum Bestand haben. In besonderem Maße betroffen hiervon sind natürlich die Wanderfischarten.

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Gemeinschaftsangeln sind eingeschränkt möglich

Nach einer Mitteilung aus der Staatskanzlei ist es jetzt trotz der anhaltenden Corona-Lage wieder möglich, Gemeinschaftsangeln durchzuführen.

Angeln sei eine „kontaktarme Individualsportart“, daher spreche nichts dagegen, Gemeinschaftsangeln durchzuführen, sofern gewährleistet ist, daß sich – auch bei der Platzauslosung und dem Wiegen des Fanges – keine Gruppenansammlungen bilden. Die Kontaktbeschränkung, ein Mindestabstand von 1,5 m, muß eingehalten werden. Die Mitteilung endet mit einem freundlichen „Petri Heil“!

Nun sehen wir selbst das Angeln nicht unter dem Gesichtspunkt „Sport“, aber das ist irrelevant. Wichtig ist: wir können wieder in der Gemeinschaft angeln. Hoffentlich bleibt es dabei. Auch daran haben wir Anteil, indem wir uns vernünftig verhalten und zunächst auch auf ein anschließendes Beisammensein verzichten. Zusätzlich sollten Kontaktdaten der Teilnehmer erfaßt und vorübergehend gespeichert werden, um im Falle einer Infektion gefährdete Personen informieren zu können.

Anläßlich vieler Nachfragen sei noch ergänzt, daß es keine Pflicht ist, Gemeinschaftsangeln durchzuführen. Wer es nicht möchte, macht es nicht.

Angeln in der COVID-19-Krise

Die Landesregierung hat am 28.04.2020 ihre Formulierungen zu angelspezifischen Einschränkungen geändert. Auf der entsprechenden Internetseite steht nun: „Von einem Privatgrundstück bzw. öffentlichen Steg oder Strand – sofern örtlich nicht anders geregelt – dürfen Sie Ihr Boot ins Wasser lassen.“ Dann kann man auch von einem Vereinsgrundstück aus ein Boot nutzen, das sich bereits im Wasser, nämlich an einer Steganlage, befindet.

Weitere Schritte hin zur Erleichterung (auch) des Angelns werden ab dem 04.05.2020 gelten. Sportboothäfen und vergleichbare Anlagen dürfen nun wieder eingeschränkten Betrieb ermöglichen, sofern Gemeinschaftsräume, mit Ausnahme von Toilettenräumen tagsüber, geschlossen bleiben. Sowohl die Herstellung der Benutzbarkeit von Booten als auch die Benutzung der Boote sind erlaubt. Strom und Wasserversorgung kann wieder gewährleistet werden.

Widersprüchlich sind die Angaben der Landesregierung zur Einreise von Touristen zur Ausübung „kontaktarmer Sportarten“. Einerseits gibt es die Information, wonach vom Einreiseverbot der Reisezweck „Ausübung kontaktarmer Sportarten“ ausdrücklich ausgenommen ist. Andererseits gibt es die gegenteilige Information , nach der haben „Touristen (…) derzeit grundsätzlich keinen Zutritt zu Schleswig-Holstein. Dies gilt vollumfänglich auch für Angler.“ Der LSFV hat die Landesregierung heute auf diesen Regelungs- oder Informationsfehler hingewiesen.

Der LSFV bereitet jetzt jedenfalls seine Gewässeranlagen vor. Unsere Boote werden aber nicht vor dem zweiten Mai-Wochenende nutzbar sein. Zugang zu Erlaubnisscheinen über unseren Kooperationspartner hejfish gibt es bis dahin nur für Gewässer mit Landangelplätzen oder schon zur Verfügung stehenden einzelnen Booten.

Die Boote können mit zwei Personen besetzt werden. Eine Pflicht, Schutzmasken zu tragen, besteht nicht.

Es ist für uns alle eine schwierige Zeit. Der LSFV hätte sich einen schöneren Verlauf des Frühjahres und insbesondere des Beginns der Angelsaison vorgestellt. Aber die Lage ist wie sie ist und sie verlangt von uns allen Geduld und Nachsicht.

Entwicklung und Erprobung eines praxistauglichen Verfahrens zur Vermehrung des Schlammpeitzgers

Der Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. ist ein anerkannter Naturschutzverband. Es ist für uns daher selbstverständlich, dass wir uns auch um den Erhalt gefährdeter Kleinfischarten bemühen, die keiner anglerischen Nutzung unterliegen. Von 2015 bis 2019 stand bei der Arbeit auf der Teichanlage des Verbandes in Langwedel unter anderem der Schlammpeitzger im Fokus. In einem durch die Fischereiabgabe des Landes Schleswig-Holstein geförderten Projekt galt es ein möglichst einfaches Verfahren zur Vermehrung der Art zu entwickeln.

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Geschäftsstelle

Die LSFV-Geschäftsstelle wird unter Vorsichtsmaßnahmen (nur mit Schutzmaske, Eintritt nur einzelner Personen) ab dem 4. Mai wieder für Publikumsverkehr geöffnet. Öffnungszeiten sind, wie vor der Corona-Krise, montags, dienstags und donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr, freitags von 8.00 bis 15.00 Uhr.

Untersuchung des Fischlarvenaufkommens im Bereich des Pumpspeicherkraftwerkes Geesthacht

Gemäß der bestehenden wasserrechtlichen Genehmigung darf das Pumpspeicherwerk des Energieversorgers Vattenfall in Geesthacht bis zu 140 m3 Wasser pro Sekunde aus der Elbe entnehmen. Bei niedrigen Wasserständen ist das fast die Hälfte des Gesamtabflusses. Die tatsächlich entnommenen Wassermengen variieren allerdings sehr stark, und das pro Füllung des Speicherbeckens benötigte Gesamtvolumen ist schon durch dessen Größe begrenzt. Das Becken fasst ca. drei Millionen Kubikmeter Arbeitswasser. Trotzdem ist es offenkundig, dass mit dem Betrieb des Pumpspeicherwerkes eine erhebliche Gefahr für die lokalen Fischbestände verbunden sein kann.

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Angeln in der COVID-19-Krise, Aktualsierung

Die gestrige (15.04.2020) Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder führt zu ersten Erleichterungen im wirtschaftlichen und sozialen Leben. Leider sind Freizeitaktivitäten und Vereinsleben davon nicht erfaßt. Vereinseinrichtungen und vergleichbare Anlagen sind unverändert geschlossen zu halten, Zusammenkünfte sind ausdrücklich verboten. Der LSFV informiert sofort, wenn sich an dieser Lage etwas ändert.